Mentaltraining - Die hohe Schule des Stressmanagements
Haben Sie schon einmal den Gedanken zugehört, wenn Sie so richtig im Stress sind? Welches Genörgel, Gemecker, Geschimpfe oder Gequengel da im Kopf tobt? Peinlich, finden viele. Und dennoch ist es so. Das Dumme daran: Negative Gedanken erzeugen negative Gefühle. Und diese provozieren unsere Stressreaktion. Diese bringt, wie schon bei Wilma und Fred Feuerstein, den Körper dazu, alles das zu aktivieren, womit wir uns in Sicherheit bringen können. Wir sind angespannt, hellwach und besonders körperlich zum Äußersten bereit. Doch heute? Nur noch ein Minimum dieser Power brauchen wir beim Autofahren, im Haushalt, in der Schule oder im Büro. Gereiztheit, Verspannungen, Nervosität Schlafstörungen und schlechte Laune bis zur Depression sind die Folgen.
Stressmanagement kann heißen, Entspannung zu lernen, Sport zu treiben, sein Leben zu ordnen oder die Gedanken ein Stück weit zu bändigen.
Ein einfaches Beispiel zeigt, wie sie tatsächlich körperliche und emotionale Reaktionen auslösen. Stellen Sie sich vor, Sie nehmen eine Zitrone in die Hand, vierteln sie und beißen in einen Zitronenschnitz hinein. Nun? Läuft Ihnen das Wasser im Mund zusammen und Sie müssen sich vielleicht sogar schütteln?
Nutzen Sie diesen Effekt im Stressnotfall und ersetzen Sie negative Gedanken durch positive! Dabei geht es ganz sicher nicht darum, eine rosarote Brille aufzusetzen und sich alles schön zu reden. Aber an der Supermarktkasse, vor dem wichtigen Meeting, im Berufsverkehr oder bei einem Arzttermin die Nerven zu bewahren, den Überblick und einen klaren Kopf zu behalten, ein wenig netter drein zu schauen und etwas freundlicher zu reden hilft, Probleme zu lösen und Stress erfolgreich zu managen.
Schritt 1. Negative Gedanken bemerken: z.B.
Immer ich!
Das dauert ja ewig!
Keiner hilft mir!
Ich schaffe es nicht!
Auch das noch!
2. Schritt: Sagen Sie innerlich energisch „Stopp!“
3. Schritt. Ganz bewußt und konzentriert einen anderen Gedanken denken z.B.
Gleich vorbei!
Wer weiß wozu das gut ist.
Was mich nicht umbringt macht mich nur noch härter!
Ich habe schon ganz anderes geschafft!
Ruhig Blut!
4. Schritt: Üben!
Die Gewohnheit negativ zu denken und damit Stress unnötig zu verstärken, wird langsam durch eine neue Gewohnheit ersetzt. Ein Verfahren, dass zum Beispiel auch in der modernen Psychotherapie der Depression sehr erfolgreich genutzt wird.
Literatur: Sven Tönnies, Mentales Training für die geistig-seelische Fitness, 1998, ISBN 3-89334-3393



